Letztes Feedback

Meta





 

Dinge

Es ist in der Natur eines Menschen, die Dinge nicht länger als die zu sehen, was sie wirklich sind. Wer hat sich schon einmal stundenlang vor eine Pusteblume gesetzt und über dieses Wunder der Natur gestaunt. Wie schön sie da ist, wie die einzelnen Pustestängel von der Mitte her weggehen, wie sie sich unter deinem Atem bewegen, und wie vergänglich sie sind. Ein kräftiger Puster und alle Stängelchen fliegen im Winde davon. Bereit sich irgendwo niederzulassen und im nächstem Jahr auch zu einer Blume zu werden. Wer hat schon einmal an einem Fluss gesessen und sich überlegt wie viele Millionen Liter hier in der Zeit, in der man hier sitzt an einem vorüberziehen. Woher kommen sie? Wie kann eine einzige kleine Quelle über Jahre hinweg genügend Wasser ausspucken, dass ein so großer Fluss nicht austrocknet? Wer hat sich schon einmal Gedanken über die Sonne gemacht? Wie das Licht sich bewegen kann. Wieso es genau auf unsere Erde kommt und wie es Pflanzen und uns am Leben hält, allein mit seiner Existenz? Wer hat schon einmal einfach irgendwo auf dem Rücken gelegen und hat sich Gedanken über den Sinn des eigenen Lebens gemacht? Jeder von uns oder? Und dennoch ignorieren wir weitestgehend all diese Fragen. Wir nehmen sie hin, oder versuchen sie mit Naturwissenschaftlichen Ansätzen zu erklären. Aber wir versuchen nicht, sie einfach als Wunder der Natur anzunehmen. Und nur die wenigsten von uns geben ihrem Leben einen Sinn. Man lebt vor sich hin, lebt, wie es von einem erwartet wird und weiter nichts. Anstatt den Sinn im Leben vielleicht auch nur darin zu sehen, zu staunen. Jeden Tag über sich selbst und das Leben zu staunen. Es ist wenig und erfordert doch so viel Kraft und Durchhaltevermögen. Aber es lohnt sich, dessen bin ich sicher.

1.6.13 12:43

Letzte Einträge: Erwartungen, Tag 1, Tag 2, Ich bin schön

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen